erschuetterung · Seiten-Anleitung

Anleitung für Auftraggeber, Bauleiter, Polier und Ingenieure — Bedienung der Portal-Seiten mit Screenshots und Markierungen. Für den Service-Überblick (Messprinzip, Geräte, Portal-Ebenen) siehe die separate Service-Präsentation.

Service-Präsentation vs. Seiten-Anleitung
Empfohlene Lesereihenfolge (Neueinsteiger)
  1. Erschütterungsmessung · DIN 4150-3 & DIN 45669 — Was wird gemessen und nach welchen Regeln?
  2. Messgeräte · Trigger · Benachrichtigungen — Wie arbeiten die Sensoren und wie erreicht Sie ein Alarm?
  3. Portal erschuetterung.live — Überblick über Baustelle, Sensor und Ereignis
  4. Danach die Detailkapitel ab Baustelle · Karte
Für wen ist welche Seite?

Kurzversion Zugangslink: portal-zugang-anleitung.html

Inhalt
  1. Erschütterungsmessung · DIN 4150-3 & DIN 45669
  2. Messgeräte · Trigger · Benachrichtigungen
  3. Portal erschuetterung.live · Überblick
  4. Baustelle · Karte (/p/…)
  5. Prognose · Gebäude · Quellfläche & Umring
  6. Drei Vibrationsmaschinen · Prognose für Polier
  7. Sensor · Messpunkt (/sensor/…)
  8. Fenstergröße · Teiler (ziehen)
  9. Ereignis · Einzelmessung (/event/…)
  10. Interpretation · Was ist normal?

1. Erschütterungsmessung · DIN 4150-3 & DIN 45669

Auf Baustellen entstehen Erschütterungen — mechanische Schwingungen, die sich durch den Untergrund und angrenzende Gebäude ausbreiten. Typische Quellen sind Rammen, Verdichten, Bohren, Abbruch und schwere Fahrzeug- oder Maschinenverkehr. Ziel der Überwachung ist, Schäden an Nachbargebäuden zu vermeiden, Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten und im Streitfall einen nachvollziehbaren Messnachweis zu haben.

Was wird gemessen?

Im Bauwesen wird in der Regel die Schwinggeschwindigkeit v [mm/s] in drei zueinander senkrechten Raumrichtungen erfasst:

Zusätzlich wird die dominante Frequenz [Hz] bestimmt — also bei welcher Schwingungsfrequenz die größte Belastung auftritt. Beide Größen sind für die fachliche Beurteilung relevant.

Zwei Normen — zwei Aufgaben

NormRolleInhalt (vereinfacht)
DIN 45669
Messung von Schwingungsimmissionen
Wie wird gemessen? Teil 1: Anforderungen an Schwingungsmesser (Kalibrierung, Linearität, Aufbau).
Teil 2: Messverfahren — korrekte Aufstellung, Aufzeichnung, frequenzbezogene Auswertung.
Ohne normgerechte Messung sind die Werte nicht vergleichbar.
DIN 4150-3
Erschütterungen im Bauwesen · Einwirkungen auf bauliche Anlagen
Wie wird beurteilt? Tabellarische Anhaltswerte für Gebäude und Bauteile — abhängig von Gebäudeart (Zeile 1–3), Bauteil (z. B. oberste Decke, Fundament) und Art der Erschütterung (kurzzeitig vs. dauerhaft).
Für die Beurteilung werden die gemessenen Schwinggeschwindigkeiten mit diesen Grenzwerten verglichen.

Praxisbezug im Portal: Pro Messpunkt ist eine DIN-Zeile (Gebäudeklasse) hinterlegt — z. B. Zeile 2 «Wohngebäude». Die farbigen Schwellen (Ereignis / Hinweis / Warnung / Kritisch) und die Ausnutzung [%] beziehen sich auf den maßgebenden DIN 4150-3-Grenzwert.

Frequenzbewertung: Nach dem in DIN 45669-1 und DIN 4150-3 Anhang B beschriebenen Verfahren werden höhere Frequenzen bei der Beurteilung anders gewichtet als niedrigere. Das Portal führt diese Auswertung automatisch durch — Sie sehen das Ergebnis als Ausnutzung, Status und Spektralanalyse.

Ergänzend: DIN 4150-2 behandelt Einwirkungen auf Menschen in Gebäuden (Wahrnehmung, Beschwerden). Unser Portal ist vor allem auf den baulichen Nachweis nach DIN 4150-3 ausgerichtet — den typischen Anwendungsfall bei baubegleitender Erschütterungsüberwachung.

2. Messgeräte · Trigger · Benachrichtigungen

Wir setzen VSEW-Messgeräte (VSEW_mk4) ein — triaxiale, stationäre Schwingungslogger, die am Messpunkt in der Nähe des zu schützenden Gebäudes aufgestellt werden. Sie arbeiten dauerhaft im Feld und melden sich automatisch an unseren Server.

Aufbau und Messprinzip

Was passiert nach dem Trigger?

  1. Das Gerät zeichnet das Ereignis als Rohdaten auf und überträgt die Pakete an unseren Server.
  2. Unser System wertet Spitzwerte, Frequenzen und Ausnutzung nach DIN 4150-3 aus.
  3. Bei relevanten Ereignissen werden Benachrichtigungen an die hinterlegten Empfänger gesendet.
  4. Alle Daten bleiben dauerhaft im Portal abrufbar — Diagramme, Tabellen, CSV und PDF.

Benachrichtigungen (WhatsApp · E-Mail · SMS)

Empfänger (z. B. Bauherr, Bauleiter, Polier, Ingenieur) können pro Projekt und Rolle hinterlegt werden. Bei einem Ereignis erhalten sie u. a.:

Per WhatsApp enthält die Nachricht einen Button «Event öffnen» — ein Klick führt direkt zur Ereignisseite im Portal. Parallel sind E-Mail und SMS möglich (je nach Projektkonfiguration).

Wichtig: Benachrichtigungen sind ein Frühwarn- und Kommunikationskanal. Der verbindliche technische Nachweis liegt in den gespeicherten Messdaten auf monitor.erschuetterung.live — nicht allein in der Kurznachricht.

3. Portal erschuetterung.live · Überblick

Unter monitor.erschuetterung.live steht die gesamte Monitoring-Historie einer Baustelle zur Verfügung — von der Kartenübersicht bis zum Einzelereignisprotokoll. Zugang erfolgt über persönliche Links (ohne Passwort), abgestimmt auf die Rolle des Nutzers.

Drei Ebenen — von der Übersicht zum Detail

EbeneSeiteWas Sie dort sehen
Baustelle Baustelle · Karte Projektübersicht: Karte mit Sensoren, Geologie, Vibrationsmaschinen, Prognosezonen, letzte Ereignisse. Startseite für Bauleitung und Auftraggeber.
Sensor Sensor · Messpunkt Alle Ereignisse eines Messgeräts: Zeitdiagramm (Ausnutzung), Frequenzanalyse, Audit-Tabelle, Filter, CSV/PDF-Export.
Ereignis Ereignis · Einzelmessung Einzelereignisprotokoll: Zeitverlauf (kombiniert/getrennt), FFT-Spektrum, Spitzwerte, Download als PDF und RAW-CSV.

Prognose auf der Baustellenseite

Auf der Baustellenseite können Sie — noch bevor oder während der Arbeiten — abschätzen, wie weit Schwingungen von einer Vibrationsmaschine voraussichtlich reichen:

Die Berechnungen dienen der baustellenorientierten Planung (Mindestabstände, Abstimmung mit Nachbarn). Verbindlich bleiben die gemessenen Ereignisse an den Sensoren.

Ab Kapitel 4 folgen die Detailanleitungen zu den einzelnen Portal-Seiten — mit Screenshots und nummerierten Markierungen. Wenn Sie das Portal zum ersten Mal nutzen, lesen Sie zuerst die Kapitel 1–3, dann Baustelle · Karte.

4. Baustelle · Karte

Die Baustellenseite ist die Startseite des Projekts im Portal — der übliche Einstieg für Auftraggeber, Bauleiter und Polier nach dem allgemeinen Überblick in Kapitel 3. Hier sehen Sie auf einen Blick: Wo stehen die Messgeräte? Welche Ereignisse gab es zuletzt? Wo arbeiten Vibrationsmaschinen? Wie weit reicht die Prognose zu den Nachbargebäuden?

Auf der Karte finden Sie den Sensor-Pin, Kartenebenen und Geologie, Vibrationsmaschinen sowie die Bereiche Messgeräte und Ereignisse (siehe Abb. 1). Prognose entlang von Gebäudeumringen: Abb. 2 und 3; drei typische Maschinen-Pins: Abb. 4.

Baustelle Wengen - Karte, Kartenebenen, Geologie, Vibrationsmaschinen, Messgeräte und Ereignisse 1 2 3 4 5 6
Abb. 1 - Baustellenkarte mit Sensor, rechter Leiste (Ebenen · Geologie · Maschinen) und Bereichen «Messgeräte» / «Ereignisse» unten

Prognose · Gebäude - Quellfläche, Umring & Abstand

Über die Kartenebene Prognose · Gebäude (rechte Leiste, unter Geologie) planen Sie die Baustellenprognose entlang von Gebäudeumringen - nicht nur als Punkt-Pin wie bei «Vibrationsmaschinen». Sie zeichnen die Quellfläche (Arbeitsbereich der Maschine) und die betroffenen Gebäude; das Portal berechnet farbige Abstandsstreifen nach IGBE Heft 61 und - unterhalb der Karte - eine Tabelle mit Abstand und erwarteten Schwinggeschwindigkeiten pro Haus.

Baustelle Hafenlohr - Prognose Gebäude mit Quellfläche, Gebäudeumring, Abstandsstreifen und Vorlage BOMAG BW-6 1 2 3 4 5 6
Abb. 2 - Prognose · Gebäude (Beispiel Hafenlohr): Gebäudeumringe, Quellfläche, Abstandsstreifen, Vorlage «BOMAG BW-6», Legende und Geräteparameter

Prognose · Gebäude - Schritt für Schritt

  1. Kartenebene Prognose · Gebäude in der rechten Leiste öffnen.
  2. Gebäudeklasse (DIN 4150-3 Zeile 1–3) wählen - legt die Schwellen für die farbigen Streifen fest.
  3. Optional: Vorlage laden (z. B. «BOMAG BW-6») - übernimmt Quellfläche, Gebäude und Maschinenparameter auf einen Schlag.
  4. + Gebäude zeichnen - Umring jedes relevanten Hauses auf der Karte markieren.
  5. + Quellfläche zeichnen - Polygon für den voraussichtlichen Arbeitsbereich der Maschine; mindestens drei Eckpunkte.
  6. Vibrationsgerät - Bezeichnung, Typ (Walze, Stampfer, …) und technische Werte eintragen; bei mehreren Quellflächen je Fläche getrennt.
  7. Abstandsstreifen und Prognosetabelle prüfen; bei Bedarf Geometrie oder Intensität anpassen.
  8. Als Vorlage speichern (mit Schreibzugang) - Konfiguration für wiederkehrende Geräte oder Bauphasen sichern.

Unterschied zu «Vibrationsmaschinen»: Dort steht ein Punkt-Pin mit Kreiszonen um die Maschine. «Prognose · Gebäude» rechnet entlang Polygone - realistischer, wenn Walze oder Platte eine Fläche abfährt und mehrere Häuser in unterschiedlichem Abstand liegen.

Mehrere Quellflächen: z. B. zwei Walzen oder getrennte Arbeitsabschnitte - jede Fläche mit eigenem Gerät; die Prognosezonen werden zusammengeführt (kürzester Abstand zum Gebäude).

Hinweis: Wie bei den Maschinen-Pins gilt: Orientierungs-Prognose zur Planung auf der Baustelle - verbindlich sind die gemessenen Ereignisse an den Sensoren. Bodenfaktor aus Geologie fließt in die Berechnung ein.

PDF pro Adresse & Prognosetabelle

Scrollen Sie in Prognose · Gebäude nach unten: dort erscheinen die Gebäudeliste (Sichtbarkeit per Häkchen), zwei PDF-Schaltflächen und die Übersichtstabelle. Beide PDFs werden pro Hausadresse erzeugt - nicht für alle Gebäude auf einmal.

Prognose Gebäude - Gebäudeliste, Prognosebereich PDF, IGBE-Prognose PDF und Prognosetabelle 1 2 3 4 5
Abb. 3 - Unterer Bereich «Prognose · Gebäude»: Gebäudeliste, PDF-Export pro Adresse, Prognosetabelle (Beispiel Hafenlohr)

Prognosebereich PDF - Schritt für Schritt

  1. In der Gebäudeliste alle Häkchen entfernen, dann nur beim gewünschten Haus (z. B. Hauptstraße 17a) das Häkchen setzen.
  2. Den Gebäudeumring auf der Karte in die Mitte des sichtbaren Bereichs schieben (Pan/Zoom).
  3. Prognosebereich PDF klicken - Download der Karte für genau diese Adresse.
  4. Für ein anderes Haus: Häkchen wechseln, Karte neu zentrieren, erneut klicken.
  5. Optional: IGBE-Prognose PDF für dieselbe Adresse (gleiches Häkchen) - numerischer Prognoseauszug.
Typischer Ablauf: Tabelle unten kurz alle Abstände und v-Werte vergleichen → für das kritischste Haus Häkchen setzen → Karte zentrieren → Prognosebereich PDF für Unterlagen oder Abstimmung mit Nachbarn/Bauherr.

Vibrationsmaschine anlegen - Schritt für Schritt

  1. + Maschine oder Vorlage laden (typische Geräte mit Standardwerten).
  2. Gerätetyp wählen: Vibrationswalze, Rüttelstampfer, Vibrationsramme, Schlagramm …
  3. Parameter eintragen - je nach Typ z. B. Betriebsgewicht G (t), Leistung W (kW), Frequenz f (Hz), Energie E (kN·m).
  4. Arbeitsintensität (15–100 %) - wie stark das Gerät im Moment arbeitet (Verdichtung, Presswirkung).
  5. Auf Karte platzieren - Pin setzen und per Drag & Drop verschieben.
  6. Prognosezonen einblenden (Augen-Symbol) - farbige Kreise auf der Karte anzeigen.

Farbige Prognosezonen - Prinzip

Die Kreise zeigen den Näherungs-Radius, in dem nach IGBE Heft 61, Tab. 9.3 (ungünstige Werte, 2,25 %) eine bestimmte Schwinggeschwindigkeit erreicht werden könnte. Bezugsgrenzen: DIN 4150-3 Zeile 1–3 (Zeile 1 / 2 / 3 per Checkbox).

Rechengrundlage (vereinfacht):

Dabei ist v die Schwellgeschwindigkeit [mm/s] der gewählten DIN-Zeile, skaliert mit:

Hinweis: Dies ist eine Baustellenprognose zur Orientierung - keine amtliche Nachrechnung. Für Gutachten und Protokolle gelten die gemessenen Ereignisse auf den Sensoren.

Geologie · Baustellen-Steckbrief

Im Bereich Geologie (rechte Seitenleiste): automatischer Hinweis aus Umweltatlas Bayern (falls verfügbar) plus projektbezogener Steckbrief. Ingenieure mit entsprechendem Zugang können Geologie · Boden / Gelände und Besonderheiten bei Bauarbeiten direkt bearbeiten.

Drei typische Vibrationsmaschinen - Abstand direkt auf der Baustelle

Für Polier und Bauleitung auf der Baustelle: Im Beispiel Wengen sind drei häufig genutzte Geräte hinterlegt - Vibrationswalze, Vibrationsplatte und Rüttelstampfer. Über Vorlage laden oder + Maschine können Sie dieselben Typen auf anderen Baustellen schnell anlegen.

Unter Prognose – Einstellungen wählen Sie die DIN-Zeile (Gebäudeklasse 1–3). Pro Maschine zeigt das Portal den orientierenden Mindestabstand r zur gewählten Schwinggeschwindigkeitsgrenze - ohne separaten Berechnungsauftrag, nur zum schnellen Abchecken vor Ort (Walze an der Straße, Platte am Haus, Stampfer an der Leitung).

Baustelle - drei Vibrationsmaschinen mit Prognosezonen und Abstandshinweisen 1 2 3 4 5
Abb. 4 - Drei Maschinen auf der Karte (farbige Prognosezonen) und Prognose-Boxen mit Abstand r (Beispiel Zeile 3)
Typischer Ablauf Polier: Maschine wählen → Intensität und DIN-Zeile setzen → Pin auf Karte setzen → farbige Zone mit Gebäude/Sensor vergleichen → bei Unsicherheit Messung am Sensor prüfen oder VSEW kontaktieren.

5. Sensor · Messpunkt

Die Sensor-Seite zeigt alle Ereignisse eines Messpunkts - mit zwei Übersichtsdiagrammen, Filtermöglichkeiten und einer detaillierten Audit-Tabelle.

Sensor VSEW-03 - Zusammenfassung und Frequenzanalyse 1 2 3 4
Abb. 5 - Sensor VSEW-03: Vitalleiste, Zusammenfassung, Frequenzanalyse

Diagramm Zusammenfassung

ElementBedeutung
PunktfarbeDominante Achse: X orange · Y grün · Z blau
PunktgrößeAufzeichnungsdauer - größerer Punkt = längeres Ereignis
Ereignis 20 % (grau, gepunktet)Ab hier gilt der Status «Ereignis» (nicht «Normal»)
Hinweis 60 % (gelb, gestrichelt)Erste relevante Erhöhung - Beobachtung
Warnung 85 % (rot, gestrichelt)Warnschwelle - Grenzwert nähert sich
Kritisch 100 % (rot, durchgezogen)DIN-Grenzwert erreicht oder überschritten

Diagramm Frequenzanalyse

Zeigt dominante Frequenz und Spitzgeschwindigkeit jedes Ereignisses. Die farbigen DIN-Kurven (Kritisch / Warnung / Hinweis / Ereignis) sind frequenzabhängig - bei niedrigen Frequenzen sind höhere Geschwindigkeiten zulässig.

Warum zwei Diagramme? Zusammenfassung = Wann und wie stark (Zeit + Ausnutzung). Frequenzanalyse = bei welcher Frequenz die Schwingung auftritt - wichtig für Beurteilung nach DIN 4150-3.

Interaktivität - Diagramme ↔ Tabelle

Diagramm-Werkzeuge (Plotly)

Oben rechts in jedem Diagramm (bei Maus/Touch):

Audit-Tabelle & Export

Enthält alle Messwerte pro Ereignis: Zeit, Status, Achse, Dauer, vx/vy/vz/vn, Frequenzen, Ausnutzung [%], DIN-Limit, Typ, Event-ID.

Aufklappbare Bereiche

6. Fenstergröße · Teiler (ziehen)

Zwischen Karten, Diagrammen und Bereichen gibt es graue Teiler. Mit Maus oder Finger können Sie die Größe anpassen - z. B. mehr Platz für die Karte oder für ein einzelnes Diagramm.

SeiteTeilerRichtungWofür
BaustelleUnter Karte + rechter Leistehorizontal ↕Kartenhöhe vs. Bereiche «Messgeräte» / «Ereignisse» darunter
SensorZwischen Zusammenfassung und Frequenzanalysevertikal ↔ und horizontal ↕Breite der beiden Diagramme; Höhe des Diagrammblocks
EreignisZwischen Zeitverlauf und Spektralanalysevertikal ↔Links mehr Zeitverlauf, rechts mehr FFT - oder umgekehrt
Sensor - Teiler zwischen Zusammenfassung und Frequenzanalyse 1
Abb. 6 - Sensor-Seite: vertikaler Teiler zwischen «Zusammenfassung» und «Frequenzanalyse» (hervorgehoben beim Ziehen)
Ereignis - Teiler zwischen Zeitverlauf und Spektralanalyse 1
Abb. 7 - Ereignis-Seite: Teiler zwischen «Schwinggeschwindigkeit – Zeitverlauf» und «Spektralanalyse»

7. Ereignis · Einzelmessung

Die Ereignis-Seite ist das Einzelereignisprotokoll - eine detaillierte Ansicht einer einzelnen Messung, vergleichbar mit einem Auszug aus dem PDF-Protokoll. Die oberen Bereiche Aufzeichnung · Kontext und Ereignis · Messparameter bleiben normalerweise aufgeklappt; die Diagramme darunter lassen sich in zwei Darstellungsarten umschalten.

Ereignis - Kopfzeile, Kontext, Messparameter 1 2 3 4
Abb. 8 - Kopfzeile, Downloads, Kontext und Messparameter (aufgeklappt, nicht eingeklappt)

Schwinggeschwindigkeit – Zeitverlauf · zwei Ansichten

SchaltflächeInhaltWann sinnvoll
KombiniertAlle Achsen X, Y, Z und Resultierende Vn in einem DiagrammSchneller Überblick über den gesamten Verlauf
Getrennt X/Y/Z/NVier Diagramme untereinander, je eine AchseEine Achse dominiert stark (z. B. Z) - ohne Überlagerung
Ereignis - Kombiniert und FFT DIN, obere Leisten sichtbar 1 2
Abb. 9 - Zeitverlauf Kombiniert + Spektralanalyse FFT (DIN 4150-3) (obere Leisten können eingeklappt werden, um die Diagramme höher zu zeigen)
Ereignis - Getrennt und Komponenten-FFT 1 2
Abb. 10 - Zeitverlauf Getrennt X/Y/Z/N + Spektralanalyse Komponenten-FFT - Kontext- und Messparameter-Leisten sichtbar

Die Umschaltung erfolgt jeweils über die Schaltflächen oben rechts im Diagrammkasten - ohne die oberen Informationsleisten zu schließen. Bei «Getrennt» wird der Diagrammblock etwas höher; Sie können nach unten scrollen oder den Teiler nutzen.

Ereignis - nur Diagrammbereich Kombiniert 1 2
Abb. 11 - Ausschnitt nur Diagramme: Kombiniert + FFT DIN (obere Leisten eingeklappt)
Ereignis - nur Diagrammbereich Getrennt und Komponenten-FFT 1 2
Abb. 12 - Ausschnitt nur Diagramme: Getrennt + Komponenten-FFT (obere Leisten eingeklappt)

Diagramm-Werkzeuge auf der Ereignis-Seite

Wie auf der Sensor-Seite: Zoom, Pan, Reset über die Symbole oben rechts in jedem Plotly-Diagramm. Zwischen Zeitverlauf und FFT den vertikalen Teiler ziehen (siehe Abb. 7).

8. Interpretation · Was ist normal?

Normal Unter Ereignis-Schwelle. Keine Maßnahme nötig.
Ereignis Über Ereignis-Schwelle, unter Hinweis (60 %).
Hinweis (YELLOW) 60–85 %. Beobachten, Baustelle informieren.
Warnung (RED) 85–100 %. Grenzwert nahe - Abstimmung mit VSEW / Bauleitung.
Kritisch (CRITICAL) ≥ 100 %. DIN-Grenze erreicht - Maßnahmen prüfen, dokumentieren.

Ausnutzung [%] = gemessene Schwinggeschwindigkeit geteilt durch den maßgebenden DIN 4150-3-Grenzwert (abhängig von Gebäudeklasse und Frequenz) · 100 %.

Ein Ereignis mit 90,7 % (Warnung) bedeutet: die Messung lag knapp unter der Grenze, aber deutlich über der Hinweis-Schwelle - Nachfassen empfohlen, aber noch kein Grenzwertüberschreitung im engeren Sinn.

Prognosezonen auf der Karte zeigen, wo eine Maschine theoretisch wirken könnte. Gemessene Ereignisse auf dem Sensor zeigen, was tatsächlich angekommen ist - das ist die verbindliche Grundlage.

Typischer Ablauf - Polier / Bauleiter / Auftraggeber:
  1. Zugangslink öffnen → Baustellenkarte
  2. Sensor-Pin und letzte Ereignisse prüfen (Farbe / Ausnutzung)
  3. Bei Bedarf: Maschinen und Prognosezonen auf der Karte kontrollieren
  4. Bei Warnung/Kritisch: Sensor öffnen → Details → PDF oder VSEW anrufen